Baumschutzsatzung

Das Schießhausgelände wird durch einen vielfältigen Baumbestand geprägt : Reste einer barocken Allee (22 alte Kastanien), Solitärbäume auf und große Nadelbäume am Rand des Vorplatzes, Baumbestand in der Randzone des Schießhaushölzchens, unregelmäßiger Baumbestand auf der gesamten Freifläche. Zudem ist in der jüngsten Zeit infolge von unterlassenen Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen ein dichter Gehölzwildwuchs insbesondere auf dem stadtseitigen Wirkungsraum vor dem Gebäude entstanden.

Soweit es sich um Altbäume und insbesondere um Bäume aus historischen Entwicklungsphasen der Anlage handelt, besteht ein grundsätzlicher Schutz aufgrund des Denkmalstatus der Gesamtfläche. Diese in einem Baumkataster zu erfassenden Bäume sind nach Maßgabe des ThürDSchG zu erhalten, pflegen und, soweit dies über ein sog. Parkpflegewerk empfohlen wird, in ihrem Bestand zu ergänzen. Letzteres gilt hier für die Allee.

Die Baumschutzsatzung der Stadt Weimar, die auf dem Thür. Naturschutzgesetz und der Thür. Gemeinde- und Landkreisordnung beruht, dient u.a. dem Schutz des Orts- und Landschaftsbildes. Geschützt sind u.a. Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 50 cm. Der Geltungsbereich der Satzung betrifft u.a. den Geltungsbereich von Bebauungsplänen, allerdings nicht Bäume in historischen und denkmalgeschützten Park- und Gartenanlagen und auf Waldflächen, die dem Waldgesetz unterliegen. Somit gilt die Baumschutzsatzung nicht für das Schießhausgelände.

Die von der Stadt im Rahmen der vorzeitigen Offenlage des Bebauungsplan-Entwurfs erwähnten 58 Bäume, die im Rahmen der Bebauung zu fällen seien, dürften Bäume der Größenordnung sein, wie sie in der Baumschutzsatzung festgelegt ist. Insgesamt müsste jedoch mit der Fällung von hunderten von Bäumen gerechnet werden.

Es ist wichtig, den das Kulturdenkmal prägenden historischen Baumbestand zu erhalten, zu pflegen und nachhaltig zu entwickeln.

Blecken, 11.11.10

  • Printable version
  • Export to OpenOffice
  • Export to PDF
  • Tools:
Zuletzt geändert: 2010/12/15 17:26