Schießhausgelände

Das Schießhausgelände mit dem Schießhaus der Weimarer Büchsenschützengesellschaft Am Schießhaus 1, 99425 Weimar, Gemarkung Weimar, Flur 23, Flurstück 11/6, ist ein bedeutendes Kulturdenkmal. Eine Initiative hat sich bemüht, dieses Denkmal zu retten. Informieren Sie sich im Einzelnen auf diesem Portal zur Geschichte des Denkmals, zu seiner Bedeutung und zu seiner aktuellen Entwicklung. Z. B. sind die Aktivitäten der Initiative sind unter hier zusammengefasst.

Die Bürgerinitiative „Rettet das Schießhausgelände jetzt“ hat ihre Tätigkeit mittlerweile eingestellt. Die Bemühungen dieses bürgerschaftlichen Engagements im Zeitraum der Jahre 2009 bis 2014 sollten in seiner Folge weiter sichtbar bleiben. Deshalb wurde dieses Portal in seiner Grundstruktur belassen. Interessierte Bürger können nun die Geschichte der Auseinandersetzung über die Bebauung des Schießhausgeländes in Weimar Schritt für Schritt verfolgen.

Anfangssituation:

Schießhausgelände und –gebäude sind Eigentum der Thüringer Landes- und Entwicklungsgesellschaft. Das gesamte Gelände ist ein Denkmal und deshalb mehrfach geschützt [siehe auch Schutzstatus]. Das Gebäude soll verkauft und die vorgelagerte ehemalige Festwiese bebaut werden. Interessierte Bürger recherchieren und stellen fest: Die Bedeutung des Geländes ist in großen Teilen unbekannt oder wird – bewusst oder unbewusst - unterschätzt; das Denkmal würde irreversibel zerstört werden. Bebauung des Denkmals wäre Weimars nicht würdig, eine Bewegung gegen die Bebauung, eine Bürgerinitiative (BI) bildet sich.

Der nachstehende Text beschreibt die Situation:

Am Anfang des 19. Jh. wurde der Weimarer Büchsen­schützengesellschaft ein neues Terrain an der Straße Am Schieß­haus zugewiesen. Der Berliner Architekt Heinrich Gentz, zu jener Zeit beim Wiederaufbau des Weimarer Schlosses tätig, fertigte 1803 den Entwurf, der von Palladios Landvillen inspiriert ist. Wie bei diesen greifen Arkaden in den umgebenden Freiraum. Das Schießhaus steht in einem landschaftlichen Wirkungsraum, der mit Sichtbeziehungen von und zur Stadt und sogar ehemals bis nach Tiefurt bewusst beachtet wurde. Informieren Sie sich bitte unter Bedeutung über den Entwurf von Heinrich Gentz und dem denkmalgeschützten Schießhausgelände [weiter]

Blick über das Gelände zum Schießhaus Glasfenster im Mittelteil Tag des offenen Denkmals 2011

Der für das Schießhaus zwingend notwendige Wirkungsraum, ist wegen einer geplanten Überbauung mit Einfamilienhäusern akut gefährdet. Bei der Erhaltung und Nutzung soll nicht die Wirtschaftlichkeit, sondern zu Lasten des Denkmals die höchstmögliche Rendite zugunsten des Mehrheitseigentümers, des Freistaates Thüringen, maßgeblich sein. In den einzelnen Rubriken können Sie sich über die denkmalschädliche Bebauung auf dem Denkmal Schießhausgelände und die Arbeit der Bürgerinitiative informieren. Der Oberbürgermeister der Stadt Weimar hat bei der Vorstellung seines Bebauungsplanentwurfes die Fällung von 58 Bäumen und die denkmalschädliche Bebauung auf dem Denkmal Schießhausgelände angekündigt. Die Ministerpräsidentin und der Wirtschaftsminister des Freistaates Thüringen, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der landeseigenen Immobiliengesellschaft LEG ist, verstecken sich hinter der Planungshoheit der Stadt Weimar und den sog. Trägern öffentlicher Belange, die im Bebauungsplanverfahren beteiligt werden.

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Zuletzt geändert: 2015/01/26 14:58